Landing-Zone-Katalogbewertung
Die Landing-Zone-Katalogbewertung beantwortet eine Frage: Kann diese Region eines Cloud-Anbieters diese Anwendung unter den Souveränitätsanforderungen meiner aktiven Rahmenwerke betreiben? SWAO nimmt die Plattformdienste, die Ihre Anwendung benötigt, schlägt sie im Dienstkatalog des Anbieters für die gewählte Region nach, prüft die Souveränitätsmerkmale der Region (Rechtsraum des Betreibers, extraterritoriale Zugriffsrisiken, Datenresidenz, Zertifizierungen) gegen die Anforderungen Ihrer Rahmenwerke und liefert eine Fit/Gap-Bewertung je Dienst sowie ein Gesamturteil je Ziel.
Die Bewertung ist vollständig deterministisch. Sie ruft kein LLM auf und benötigt keine Cloud-Zugangsdaten. Sie steht in allen Lizenzstufen zur Verfügung.
Was Sie damit tun können
- Zielplattformen eingrenzen. Mehrere Anbieter und Regionen in einem Lauf nebeneinanderstellen, zum Beispiel eine deutsche souveräne Cloud, ein souveränes Angebot eines Hyperscalers und eine Standardregion eines Hyperscalers.
- Souveränitätsblocker erklären. Genau sehen, an welcher Anforderung eine Region scheitert, etwa „Betreiber unterliegt dem US CLOUD Act“ oder „Zertifizierung nicht vorhanden“, und ob es sich um einen strukturellen Blocker oder eine Zertifizierungslücke handelt.
- Fehlende Dienste finden. Erkennen, welche benötigten Fähigkeiten in einer Region fehlen oder nur in einer anderen Version beziehungsweise ohne erforderliche Fähigkeit angeboten werden.
- Eine bestehende Landing Zone prüfen. Für AWS, die AWS European Sovereign Cloud und Azure können Sie einen Snapshot der betriebenen Landing Zone bereitstellen und sehen, welche Dienste verfügbar, aber noch nicht aktiviert sind.
- Die Migrationsentscheidung unterfüttern. Die Ergebnisse erscheinen in der HTML-Publikation und fließen in die 7R-Synthese der Anwendungsbewertung ein.
Was Sie bereitstellen
| Eingabe | Erforderlich | Hinweise |
|---|---|---|
Ein oder mehrere Ziele (anbieter:region) | Ja | Aus den mitgelieferten Katalogen unten oder aus einer Workspace-Kopie (siehe Kataloge anpassen und erweitern). Gültige IDs zeigen swao lz catalogue list und swao lz catalogue show <anbieter> |
| Eine abgeschlossene Anwendungsbewertung der App | Dringend empfohlen | Die benötigten Dienste werden aus dem jüngsten Lauf der App gelesen (Signale der Form service_dep:<fähigkeit>). Fehlen sie, warnt SWAO und meldet nur Katalog- und Souveränitätsverfügbarkeit |
| Aktive Rahmenwerke | Empfohlen | --lz-frameworks oder assessment.frameworks / assessment.regimes_active in der .swao.yml der App. Souveränitätsprüfungen greifen nur für Rahmenwerke, die sovereignty_requirements deklarieren |
| Snapshot der betriebenen Landing Zone | Optional | apps/<id>/wsp/inputs/terraform/lz-<anbieter>-snapshot.json. Snapshot-Leser gibt es für aws, aws-esc und azure |
Welche Rahmenwerke die Souveränitätsprüfung steuern
Unter den mitgelieferten Community-Rahmenwerken deklarieren derzeit drei Souveränitätsanforderungen für die Landing-Zone-Bewertung:
| Rahmenwerk | Anforderung an die Region |
|---|---|
| BSI C5 | Keine Exposition gegenüber us_cloud_act oder fisa_702; Betreiber muss eine EU-entity sein; Zertifizierung BSI_C5 vorhanden |
| DSGVO | Betreiber muss eine EU-entity sein; die Schlüsselverwaltung (key_vault) wird immer zu den benötigten Diensten hinzugefügt |
| HIPAA / NIST SP 800-66r2 | Zertifizierung HIPAA vorhanden |
Sind mehrere Rahmenwerke aktiv, kombiniert SWAO deren Anforderungen. Deklariert keines der aktiven Rahmenwerke Anforderungen, vermerkt der Bericht, dass keine Souveränitätsprüfung stattgefunden hat (sovereignty_active: false). So wird ein READY-Urteil nicht als Souveränitätsfreigabe missverstanden.
Mitgelieferte Landing-Zone-Kataloge
SWAO liefert zehn Anbieterkataloge aus (je Anbieter eine <anbieter>.json in lz-catalogues/, erzeugt am 2026-09-04). Eine Indexdatei gibt es nicht: Die Liste entsteht aus dem meta-Block jeder Datei (Name, Datum, Quelle, Konfidenz, Regionsanzahl), sodass eine neu in den Ordner gelegte Katalogdatei ohne weitere Registrierung erscheint. ionos und ovhcloud sind in lz-catalogues/_coming-soon.json als „coming soon“ vermerkt, dem einzigen Ort dieser Liste. Souveränität wird ausschließlich als Fakten gespeichert; Urteile entstehen immer aus Ihren aktiven Rahmenwerken.
| Anbieter-ID | Plattform | Regionen | Eindeutige Dienste | Rechtsraum des Betreibers | Extraterritoriale Exposition | Katalogstand | Quelle, Vertrauen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
stackit | STACKIT | 2: eu01 (Deutschland), eu02 (Österreich) | 46 (eu01: 46, eu02: 29) | EU-Rechtsträger | keine erfasst | 2026-09-04 | STACKIT-PIM-API, mittel |
otc | Open Telekom Cloud / T Cloud Public | 2: eu-de (Deutschland), eu-nl (Niederlande) | 56 (eu-de: 56, eu-nl: 34) | EU-Rechtsträger | keine erfasst | 2026-08-11 | kuratiert, mittel |
delos | Delos Cloud (nur Deutschland) | 1: de | 43 | EU-Rechtsträger | keine erfasst | 2026-08-11 | kuratiert, niedrig |
aws-esc | AWS European Sovereign Cloud | 1: eusc-de-east-1 (Deutschland) | 113 | EU-Rechtsträger | keine erfasst | 2026-09-04 | botocore-Endpunkte, hoch |
aws-iso-e | AWS ISOE Europe (eingestuft) | 1: eu-isoe-west-1 | 83 | US-Rechtsträger (konservativ, nicht belegt) | CLOUD Act, FISA 702 | 2026-09-04 | botocore-Endpunkte, niedrig (Souveränitätsangaben nicht belegt) |
azure-local | Azure Local (On-Premises-HCI) | 2: connected (Arc-verbundener Kundenstandort), disconnected | 17 (connected: 16, disconnected: 6) | Betreiberstandort | connected: US CLOUD Act, FISA 702; disconnected: keine | 2026-08-11 | kuratiert, mittel |
oci | Oracle Cloud Infrastructure | 6: eu-frankfurt-1, eu-amsterdam-1, eu-frankfurt-2 und eu-madrid-2 (EU Sovereign Cloud), me-dubai-1, me-jeddah-1 | 54 | US-Rechtsträger; EU-Rechtsträger für die beiden Regionen der EU Sovereign Cloud | US CLOUD Act und FISA 702; Regionen der EU Sovereign Cloud: US CLOUD Act | 2026-09-20 | kuratiert, mittel |
aws | Amazon Web Services | 34 (zum Beispiel eu-central-1 Frankfurt, eu-west-1 Irland, eu-north-1 Stockholm) | 288 | US-Rechtsträger | US CLOUD Act, FISA 702 | 2026-09-04 | botocore-Endpunkte, hoch |
azure | Microsoft Azure | 87 (zum Beispiel germanywestcentral, westeurope, francecentral) | 143 | US-Rechtsträger | US CLOUD Act, FISA 702 | 2026-09-04 | Azure-Retail-Prices-API, hoch |
gcp | Google Cloud Platform | 42 (zum Beispiel europe-west3 Frankfurt, europe-west10 Berlin, europe-west4 Niederlande) | 110 | US-Rechtsträger | US CLOUD Act, FISA 702 | 2026-09-04 | Produktliste des Region-Pickers, mittel |
Je Region erfasste Zertifizierungen (Beispiele):
| Anbieter | Region | Zertifizierungen im Katalog |
|---|---|---|
stackit | eu01 / eu02 | BSI_C5, ISO_27001 / ISO_27001 |
otc | eu-de, eu-nl | BSI_C5, ISO_27001, SOC_2 |
oci | eu-frankfurt-1, eu-frankfurt-2 | BSI_C5, ISO_27001, SOC_2 |
aws-esc | eusc-de-east-1 | BSI_C5, ISO_27001 |
aws | eu-central-1 | BSI_C5, ISO_27001, SOC_2, PCI_DSS |
azure | germanywestcentral | BSI_C5, ISO_27001, SOC_2 |
gcp | europe-west3 | BSI_C5, ISO_27001, SOC_2, PCI_DSS |
delos, azure-local | alle | keine erfasst |
Zertifizierungsnamen werden unabhängig von Groß- und Kleinschreibung und Trennzeichen verglichen, und C5 und BSI_C5 gelten als dasselbe BSI-C5-Testat. Ein Workspace-Katalog, der C5 führt, erfüllt daher ein Rahmenwerk, das BSI_C5 verlangt.
Jeder Diensteintrag enthält Code und Namen, Status, die abstrakten Fähigkeiten, die er abdeckt (zum Beispiel kubernetes, block_storage, ml_inference), die unterstützten Modelle der Schlüsselhoheit (provider-managed, byok, ...) und das Datum der letzten Prüfung.
swao health-check meldet, wie viele Kataloge gefunden wurden und ob jeder aus dem Lieferumfang oder aus Ihrem Workspace stammt.
Bereitschaftsprüfungen für --lzr
Der Pass für die Landing-Zone-Bereitschaft (Pass 23, LZR) nutzt einen eigenen Prüfkatalog, controls/landing-zone-checks-catalogue.yaml (Version 2026-04). Er enthält 10 Prüfungen: 5 speziell für das souveräne STACKIT-Profil und 5, die für alle Anbieter gelten. 5 davon sind Blocker, 5 Warnungen, verteilt auf die Kategorien Dienst (4), Netzwerk (2), Kontingent (2), Compliance (1) und Richtlinie (1).
Katalog der Anbieterfähigkeiten
controls/cloud-provider-catalogue.yaml (Version 2026-04, zuletzt aktualisiert am 2026-04-28) beschreibt 16 Cloud- und Hosting-Anbieter auf Unternehmensebene (Typ, Zertifizierungsstatus, Abdeckung von Compliance-Regimen, Kostenstufe, Souveränitäts-Score, Herstellerbindung). Er wird vom Synthese-Pass der Anwendungsbewertung für die Landing-Zone-Zuordnung genutzt, nicht von der hier beschriebenen Katalogbewertung. controls/sovereign-service-catalogue.yaml (31 SaaS- und PaaS-Dienste, davon 9 in souveräner EU-Form verfügbar, 17 teilweise und 5 nicht verfügbar) unterstützt die Prüfung der souveränen Verfügbarkeit für die ausgehenden Abhängigkeiten der Anwendung.
Ziele auswählen
SWAO ermittelt die Ziele in dieser Reihenfolge; die erste Quelle, die ein Ziel liefert, gilt:
--lz-cat-targets "anbieter:region,anbieter:region"--lz-providerzusammen mit--lz-region(für die integrierte Bewertung:--lz-cat-providerund--lz-cat-region); eine fehlende Hälfte kommt aus.swao.ymlassessment.landing_zone.targetsin der.swao.ymlder App (wird von der TUI geschrieben, wenn Sie Ziele bestätigen)assessment.lz_cat_targetsin der.swao.ymlder App (veraltete, kommagetrennte Form, wird weiterhin gelesen)assessment.landing_zone.providerundassessment.landing_zone.regionin der.swao.ymlder App- dieselben drei Schlüssel in der
.swao.ymldes Workspace, sodass eine Liste für alle Apps gelten kann
Die Kommandozeile hat immer Vorrang vor der Konfiguration, und die .swao.yml der App hat Vorrang vor der .swao.yml des Workspace. Eine zusätzliche Konfigurationsdatei gibt es nicht.
Die Rahmenwerke werden aus --lz-frameworks, dann assessment.frameworks, dann assessment.regimes_active ermittelt.
# apps/app-crm-01/.swao.yml
assessment:
regimes_active: [GDPR, BSI_C5]
landing_zone:
targets:
- stackit:eu01
- aws-esc:eusc-de-east-1
- azure:germanywestcentralJeder Eintrag hat die Form <anbieter>:<region>. Die Prüfung der .swao.yml weist einen Eintrag ohne Doppelpunkt zurück: [error] .swao.yml validation failed: ... must have the form <provider>:<region>. Das einzelne Paar provider + region bleibt unterstützt; provider allein benennt nur den Anbieter für Pass 23 (LZR).
Geografien
Ein Ziel darf statt einer Regions-ID eine Geografie nennen, zum Beispiel azure:Europe. SWAO verwendet ein Geografiemodell für alle Kataloge (mitgeliefert und im Workspace):
| Geografie | Akzeptierte Schreibweisen | Länder der Datenresidenz |
|---|---|---|
germany | Germany, DE, Deutschland | DE |
eu | EU, European Union | die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie EU (EU-weite Residenz) |
europe | Europe | die Länder von eu sowie IS, LI, NO, CH, GB |
north-america | North America | US, CA, MX |
south-america | South America, LATAM, Latin America | BR, CL, AR, CO, PE, UY |
asia-pacific | Asia Pacific, APAC | AU, NZ, JP, KR, CN, HK, TW, SG, MY, ID, IN, TH, PH, VN |
middle-east | Middle East | AE, BH, IL, QA, SA, KW, OM, JO |
africa | Africa | ZA, EG, KE, NG, MA |
Die Regeln sind für jeden Anbieter gleich:
- Eine Region gehört zu einer Geografie, wenn ihr
sovereignty.residency_country(falls dieses fehlt: ihrcountry) in der Liste oben steht. Regionen mitUNKNOWNals Residenzland und die Betreiberstandort-Regionen vonazure-local(OPERATOR_SITE: der Kunde wählt den Standort) gehören zu keiner Geografie. - Eine Regions-ID hat immer Vorrang:
delos:deist die Delos-Regionde, nicht die Geografie. - Standardregion: Unter den Regionen des Anbieters in der Geografie bevorzugt SWAO das Residenzland DE (der deutsche Souveränitätskontext von SWAO), dann die Region mit den meisten Katalogdiensten, dann die kleinste Regions-ID. Mit den mitgelieferten Katalogen wird
Europeaufgelöst zuaws:eu-central-1,aws-esc:eusc-de-east-1,aws-iso-e:eu-isoe-west-1,azure:germanywestcentral,gcp:europe-west3,stackit:eu01,delos:de,otc:eu-deundoci:eu-frankfurt-1. - Die Auflösung wird als
[info] LZ target azure:Europe names a geography; using the default region azure:germanywestcentralausgegeben und alslz.assessment.target.resolvedprotokolliert. Der Lauf hält sie inrun-status.jsonfest (resolved_targets), und die Berichte führen sie auf. Setzen Sie die Regions-ID ausdrücklich, wenn Sie selbst wählen wollen. - Ein Wert, der weder Regions-ID noch Geografie mit passender Region ist (zum Beispiel
azure:Atlantisoderazure-local:Europe), wird mit einem Hinweis auf gültige Regions-IDs übersprungen; siehe Teilläufe.
swao health-check prüft konfigurierte Ziele auf dieselbe Weise: Eine Geografie wird als Info mit der aufgelösten Region gemeldet (target-geography), ein unbekannter Wert als Warnung mit dem Hinweis (target-invalid). Die Katalogregel geography-coverage schlägt fehl, wenn ein Katalog ein Residenzland außerhalb des Modells verwendet.
Schritt für Schritt (CLI)
Zuerst die Anwendungsbewertung ausführen, damit die benötigten Dienste bekannt sind:
bashswao assess --app app-crm-01Ziel-IDs nachschlagen:
bashswao lz catalogue list swao lz catalogue show stackitKatalogbewertung gegen ein oder mehrere Ziele ausführen:
bash# Ein Ziel swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \ --lz-provider stackit --lz-region eu01 # Mehrere Ziele in einem Lauf swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \ --lz-cat-targets "stackit:eu01,otc:eu-de,aws-esc:eusc-de-east-1,azure:germanywestcentral" # Rahmenwerke für die Souveränitätsprüfung ausdrücklich angeben swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \ --lz-cat-targets "stackit:eu01,aws:eu-central-1" --lz-frameworks "GDPR,BSI_C5"Ergebnis als HTML-Bericht publizieren (in allen Lizenzstufen verfügbar):
bashswao publish --app app-crm-01 --lz
Integriert in die Anwendungsbewertung
Ergänzen Sie eine normale Bewertung um die Zieloptionen; die Landing-Zone-Bewertung läuft dann am Ende desselben Laufs mit dessen Signalen:
swao assess --app app-crm-01 --lz-cat-provider stackit --lz-cat-region eu01
swao assess --app app-crm-01 --lz-cat-targets "stackit:eu01,aws-esc:eusc-de-east-1"Die integrierte Bewertung läuft auch automatisch, wenn in .swao.yml Ziele konfiguriert sind (assessment.landing_zone.targets oder provider und region), in der Datei der App oder des Workspace, ermittelt wie unter Ziele auswählen beschrieben.
Schritt für Schritt (TUI)
- Starten Sie
swao, wählen Sie 3 Run Assessment und dann [3] Landing Zone Catalog Assessment. - Wählen Sie die Anwendung.
- Wählen Sie den Cloud Service Provider.
- Nutzen Sie bei vielen Regionen Filter regions und markieren Sie eine oder mehrere Target Regions.
- Bestätigen Sie. SWAO schreibt die gewählten Ziele nach
assessment.landing_zone.targetsin der.swao.ymlder App (der Schlüssel, den die CLI liest) und führt die Bewertung aus; der Abschlussbildschirm zeigt das Urteil je Ziel. Sind bereits Ziele konfiguriert (.swao.ymlder App oder des Workspace), sind sie in der Anbieter- und Regionsauswahl vorausgewählt.
Der Bildschirm der Anwendungsbewertung bietet dieselbe Auswahl von Anbieter und Region als optionalen Schritt Target Landing Zone für die integrierte Bewertung.
Was Sie erhalten
Ein eigenständiger Lauf legt einen normalen Lauf-Ordner der App an:
apps/<id>/wsp/
+-- latest-landing-zone-catalog.txt Verweis auf den jüngsten LZ-Lauf
+-- runs/<zeitstempel>/
+-- passes/lz-fit.yaml ein Ziel
+-- passes/lz-fit-<anbieter>-<region>.yaml je Ziel (mehrere Ziele)
+-- lz-catalogue-fit.yaml Fit-Bericht (ein Ziel)
+-- lz-catalogue-fit-<anbieter>-<region>.yaml je Ziel (mehrere Ziele)
+-- lz-narratives.json Zusammenfassung in Klartext je Ziel
+-- run-manifest.json mit Katalogherkunft und SHA-256 je Anbieter
+-- run-context.yaml
+-- run-status.json started, complete, partial, failed oder abortedTeilläufe
Ein Ziel, das nicht bewertet werden kann (eine unbekannte Region oder eine fehlschlagende Bewertung), hält den Lauf nicht an. SWAO gibt eine [warning] mit bis zu zehn gültigen Regions-IDs aus, protokolliert lz.assessment.provider.error und fährt mit den übrigen Zielen fort. run-status.json im Lauf-Ordner hält das Ergebnis fest:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
started | Der Lauf ist aktiv oder endete, ohne abzuschließen (zum Beispiel ein beendeter Prozess) |
complete | Alle Ziele wurden bewertet |
partial | Mindestens ein Ziel wurde bewertet und mindestens eines übersprungen; failed_targets nennt jedes übersprungene Ziel mit dem Grund |
failed | Alle Ziele schlugen fehl (Exit-Code 1); weder run-manifest.json noch ein latest-*-Verweis werden geschrieben |
aborted | Der Lauf wurde unterbrochen (SIGINT oder SIGTERM) |
Der LZ-Textbericht (swao report --app <id> --type landing-zone-catalog), die HTML-Publikation und der Engagement Hub zeigen die übersprungenen Ziele eines partial-Laufs mit dem Grund, damit ein Ergebnis nie für einen vollständigen Vergleich gehalten wird.
Urteile je Dienst
| Urteil | Bedeutung |
|---|---|
SUPPORTED | Die Region bietet die Fähigkeit an (ohne Snapshot zählt die Verfügbarkeit als Treffer) |
AVAILABLE_NOT_ENABLED | In der Region verfügbar, im Snapshot der betriebenen Landing Zone aber nicht aktiviert |
MISCONFIGURED | Aktiviert, aber der Snapshot zeigt ein Konfigurationsproblem |
NOT_AVAILABLE_IN_REGION | In dieser Region nicht angeboten |
VERSION_MISMATCH | Angeboten, aber nicht in der benötigten Version |
CAPABILITY_MISSING | Angeboten, aber ohne eine benötigte Fähigkeit |
SOVEREIGNTY_GAP | Die Region erfüllt eine Souveränitätsanforderung der aktiven Rahmenwerke nicht |
Jeder nicht unterstützte Eintrag wird zusätzlich zu einem LZ-NN-Signal. Schweregrad: SOVEREIGNTY_GAP kritisch; NOT_AVAILABLE_IN_REGION und MISCONFIGURED hoch; AVAILABLE_NOT_ENABLED mittel.
Gesamturteil je Ziel
| Gesamturteil | Wann |
|---|---|
SOVEREIGNTY_BLOCKED FAIL | Jede Souveränitätsverletzung. blocker_category gibt an, ob sie strukturell ist (Rechtsraum, Exposition), eine Zertifizierungslücke oder gemischt |
BLOCKED FAIL | Ein benötigter Dienst fehlt oder ist nur in falscher Version beziehungsweise ohne benötigte Fähigkeit verfügbar |
READY_WITH_CHANGES PARTIAL | Alles ist verfügbar, aber Dienste müssen in der betriebenen Landing Zone aktiviert oder korrigiert werden |
NEEDS_VERIFICATION PARTIAL | Wäre READY, aber es wurden keine benötigten Dienste gefunden oder eine Basiskategorie (Compute, Netzwerk, Schlüsselverwaltung, Speicher) wurde nicht abgedeckt; oder es fehlen nur Dienste, deren Bedarf allein durch Dokumentation belegt ist (geringe Konfidenz) und vor einer Einstufung als Blocker bestätigt werden muss |
READY PASS | Alle benötigten Dienste werden unterstützt, und alle Souveränitätsprüfungen sind bestanden |
Ist in einem Lauf mit mehreren Zielen mindestens ein Ziel READY, nennt der Behebungshinweis jedes souveränitätsblockierten Ziels dieses als souveräne Alternative.
Landing-Zone-Bereitschaft aus Terraform (--lzr)
--lzr <landingZoneId> ist eine andere Prüfung. Statt eines Anbieterkatalogs liest sie die Terraform-State- oder -Plan-Dateien einer bestehenden Landing Zone aus apps/<id>/wsp/inputs/terraform/ und wertet den Prüfkatalog dagegen aus. Das Ergebnis landet in passes/23-lzr.yaml mit dem Gesamturteil ready oder blocked und fließt in die 7R-Anpassung des Synthese-Passes ein.
swao assess --app app-crm-01 --lzr lz-prod
swao assess --app app-crm-01 --lzr lz-prod --lzr-fail-on-blocked # Exit-Code 4 bei BlockadeMit --portfolio --lzr <id> (Enterprise) führt SWAO die Bereitschaftsprüfung für jede Anwendung im Workspace aus und schreibt wsp/runs/<zeitstempel>/lzr-summary.json auf Workspace-Ebene. Im Portfoliomodus wird im Ordner wsp/inputs/terraform/ jeder App in dieser Rangfolge nach lz-meshstack-snapshot.json, lz-aws-snapshot.json, lz-azure-snapshot.json oder Terraform-Dateien gesucht; so kann auch ein Export der meshStack-Plattform als Eingabe dienen.
Kataloge anpassen und erweitern
Die mitgelieferten Kataloge sind Momentaufnahmen. Sie können sie aktualisieren, in den Workspace kopieren und bearbeiten oder einen Katalog für eine private Cloud anlegen:
# Aus den öffentlichen Quellen der Anbieter aktualisieren (ab Consultant; ohne Zugangsdaten)
swao lz catalogue update --provider all # aws, aws-esc, aws-iso-e, stackit, gcp, azure
# Mitgelieferten Katalog zur Bearbeitung in den Workspace kopieren
swao lz catalogue copy stackit
# -> wsp/inputs/catalogs/lz-catalogues/stackit/index.json
# Leeren Katalog für eine private oder regionale Cloud anlegen
swao lz catalogue new meine-private-cloud
# Herkunft jedes Katalogs anzeigen (Workspace oder Lieferumfang)
swao lz catalogue list --origin
swao lz catalogue show stackit # gibt "origin workspace: <datei>" oder "origin bundled: <datei>" ausswao lz catalogue copy <anbieter> und swao lz catalogue new <anbieter> legen beide im Workspace die Datei wsp/inputs/catalogs/lz-catalogues/<anbieter>/index.json an. Sobald diese Datei vorhanden ist, verwendet die Katalogbewertung (eigenständig und integriert) sie für diesen Anbieter anstelle des mitgelieferten Katalogs; alle anderen Anbieter nutzen weiterhin den mitgelieferten Katalog. Welcher Katalog verwendet wurde, hält das Lauf-Manifest fest. Ist eine Workspace-Kopie kein gültiges JSON oder verletzt sie das Katalogschema, bricht die Bewertung mit einer Fehlermeldung ab, statt auf den mitgelieferten Katalog auszuweichen. Ein mit new angelegter Katalog enthält nur eine Platzhalterregion (example-region) ohne Dienste und ohne Souveränitätsmerkmale; ergänzen Sie daher echte Regionen, bevor Sie ihn als Ziel verwenden.
Die Katalogdateien und die Vorlage _lz-catalogue-template.json sind im öffentlichen Repository veröffentlicht; dort können Sie sie kopieren: github.com/Accenture/SWAO/tree/main/lz-catalogues. Die Community-Rahmenwerke, die die Souveränitätsprüfung steuern, finden Sie unter github.com/Accenture/SWAO/tree/main/packages/@swao/community-frameworks/frameworks.
Den vollständigen Ablauf (Regionen ergänzen, Fakten korrigieren, Einträge für private Clouds anlegen) beschreibt das Runbook Landing-Zone-Kataloge anpassen.
Grenzen
- Katalogfakten sind Momentaufnahmen. Prüfen Sie Katalogstand und
confidence-Wert und aktualisieren Sie die Kataloge vor einem Projekt.delosist mit niedrigem Vertrauen gekennzeichnet. - Ohne Snapshot der betriebenen Landing Zone zeigt die Bewertung die Verfügbarkeit, nicht die tatsächliche Bereitstellung. Snapshot-Leser gibt es nur für
aws,aws-escundazure. - Zertifizierungen werden über den Namen abgeglichen (abgesehen von Groß- und Kleinschreibung, Trennzeichen und der Gleichsetzung von
C5undBSI_C5). Eine Zertifizierung, die ein Workspace-Katalog unter einem anderen Namen führt, wird nicht erkannt. Prüfen Sie einen reinen Zertifizierungsblocker daher am Katalogeintrag, bevor Sie ihn berichten. --lzrwertet die Prüfungen derzeit nur für das souveräne STACKIT-Profil aus.- Die Bewertung ist nur so vollständig wie die von der Anwendungsbewertung erkannten Dienste. Achten Sie auf
NEEDS_VERIFICATIONund Abdeckungswarnungen. - Souveränitätsfakten sind keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die Verträge und Auftragsverarbeitungsbedingungen des Anbieters.
Live-Beispielbericht
Eine Publikation der Landing-Zone-Katalogbewertung für den Demo-Workspace Sovereign Health:
Er zeigt die Fit/Gap-Analyse über europäische souveräne Anbieter und Hyperscaler hinweg, mit einem Urteil je Anbieter.
Weiterführende Seiten
- Überblick über die Bewertungstypen
- Anwendungsbewertung, die die benötigten Dienste erkennt
- Pass 23, Landing-Zone-Bereitschaft
- CLI-Referenz
