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Landing-Zone-Katalogbewertung ​

Banner Landing-Zone-Katalogbewertung: die SWAO-Engine prüft fünf Katalogkarten von Anbietern und führt je Karte ein Urteil PASS, PARTIAL oder FAIL

Die Landing-Zone-Katalogbewertung beantwortet eine Frage: Kann diese Region eines Cloud-Anbieters diese Anwendung unter den Souveränitätsanforderungen meiner aktiven Rahmenwerke betreiben? SWAO nimmt die Plattformdienste, die Ihre Anwendung benötigt, schlägt sie im Dienstkatalog des Anbieters für die gewählte Region nach, prüft die Souveränitätsmerkmale der Region (Rechtsraum des Betreibers, extraterritoriale Zugriffsrisiken, Datenresidenz, Zertifizierungen) gegen die Anforderungen Ihrer Rahmenwerke und liefert eine Fit/Gap-Bewertung je Dienst sowie ein Gesamturteil je Ziel.

Die Bewertung ist vollständig deterministisch. Sie ruft kein LLM auf und benötigt keine Cloud-Zugangsdaten. Sie steht in allen Lizenzstufen zur Verfügung.


Was Sie damit tun können ​

  • Zielplattformen eingrenzen. Mehrere Anbieter und Regionen in einem Lauf nebeneinanderstellen, zum Beispiel eine deutsche souveräne Cloud, ein souveränes Angebot eines Hyperscalers und eine Standardregion eines Hyperscalers.
  • Souveränitätsblocker erklären. Genau sehen, an welcher Anforderung eine Region scheitert, etwa „Betreiber unterliegt dem US CLOUD Act“ oder „Zertifizierung nicht vorhanden“, und ob es sich um einen strukturellen Blocker oder eine Zertifizierungslücke handelt.
  • Fehlende Dienste finden. Erkennen, welche benötigten Fähigkeiten in einer Region fehlen oder nur in einer anderen Version beziehungsweise ohne erforderliche Fähigkeit angeboten werden.
  • Eine bestehende Landing Zone prüfen. Für AWS, die AWS European Sovereign Cloud und Azure können Sie einen Snapshot der betriebenen Landing Zone bereitstellen und sehen, welche Dienste verfügbar, aber noch nicht aktiviert sind.
  • Die Migrationsentscheidung unterfüttern. Die Ergebnisse erscheinen in der HTML-Publikation und fließen in die 7R-Synthese der Anwendungsbewertung ein.

Was Sie bereitstellen ​

EingabeErforderlichHinweise
Ein oder mehrere Ziele (anbieter:region)JaAus den mitgelieferten Katalogen unten oder aus einer Workspace-Kopie (siehe Kataloge anpassen und erweitern). Gültige IDs zeigen swao lz catalogue list und swao lz catalogue show <anbieter>
Eine abgeschlossene Anwendungsbewertung der AppDringend empfohlenDie benötigten Dienste werden aus dem jüngsten Lauf der App gelesen (Signale der Form service_dep:<fähigkeit>). Fehlen sie, warnt SWAO und meldet nur Katalog- und Souveränitätsverfügbarkeit
Aktive RahmenwerkeEmpfohlen--lz-frameworks oder assessment.frameworks / assessment.regimes_active in der .swao.yml der App. Souveränitätsprüfungen greifen nur für Rahmenwerke, die sovereignty_requirements deklarieren
Snapshot der betriebenen Landing ZoneOptionalapps/<id>/wsp/inputs/terraform/lz-<anbieter>-snapshot.json. Snapshot-Leser gibt es für aws, aws-esc und azure

Welche Rahmenwerke die Souveränitätsprüfung steuern ​

Unter den mitgelieferten Community-Rahmenwerken deklarieren derzeit drei Souveränitätsanforderungen für die Landing-Zone-Bewertung:

RahmenwerkAnforderung an die Region
BSI C5Keine Exposition gegenüber us_cloud_act oder fisa_702; Betreiber muss eine EU-entity sein; Zertifizierung BSI_C5 vorhanden
DSGVOBetreiber muss eine EU-entity sein; die Schlüsselverwaltung (key_vault) wird immer zu den benötigten Diensten hinzugefügt
HIPAA / NIST SP 800-66r2Zertifizierung HIPAA vorhanden

Sind mehrere Rahmenwerke aktiv, kombiniert SWAO deren Anforderungen. Deklariert keines der aktiven Rahmenwerke Anforderungen, vermerkt der Bericht, dass keine Souveränitätsprüfung stattgefunden hat (sovereignty_active: false). So wird ein READY-Urteil nicht als Souveränitätsfreigabe missverstanden.


Mitgelieferte Landing-Zone-Kataloge ​

SWAO liefert zehn Anbieterkataloge aus (je Anbieter eine <anbieter>.json in lz-catalogues/, erzeugt am 2026-09-04). Eine Indexdatei gibt es nicht: Die Liste entsteht aus dem meta-Block jeder Datei (Name, Datum, Quelle, Konfidenz, Regionsanzahl), sodass eine neu in den Ordner gelegte Katalogdatei ohne weitere Registrierung erscheint. ionos und ovhcloud sind in lz-catalogues/_coming-soon.json als „coming soon“ vermerkt, dem einzigen Ort dieser Liste. Souveränität wird ausschließlich als Fakten gespeichert; Urteile entstehen immer aus Ihren aktiven Rahmenwerken.

Anbieter-IDPlattformRegionenEindeutige DiensteRechtsraum des BetreibersExtraterritoriale ExpositionKatalogstandQuelle, Vertrauen
stackitSTACKIT2: eu01 (Deutschland), eu02 (Österreich)46 (eu01: 46, eu02: 29)EU-Rechtsträgerkeine erfasst2026-09-04STACKIT-PIM-API, mittel
otcOpen Telekom Cloud / T Cloud Public2: eu-de (Deutschland), eu-nl (Niederlande)56 (eu-de: 56, eu-nl: 34)EU-Rechtsträgerkeine erfasst2026-08-11kuratiert, mittel
delosDelos Cloud (nur Deutschland)1: de43EU-Rechtsträgerkeine erfasst2026-08-11kuratiert, niedrig
aws-escAWS European Sovereign Cloud1: eusc-de-east-1 (Deutschland)113EU-Rechtsträgerkeine erfasst2026-09-04botocore-Endpunkte, hoch
aws-iso-eAWS ISOE Europe (eingestuft)1: eu-isoe-west-183US-Rechtsträger (konservativ, nicht belegt)CLOUD Act, FISA 7022026-09-04botocore-Endpunkte, niedrig (Souveränitätsangaben nicht belegt)
azure-localAzure Local (On-Premises-HCI)2: connected (Arc-verbundener Kundenstandort), disconnected17 (connected: 16, disconnected: 6)Betreiberstandortconnected: US CLOUD Act, FISA 702; disconnected: keine2026-08-11kuratiert, mittel
ociOracle Cloud Infrastructure6: eu-frankfurt-1, eu-amsterdam-1, eu-frankfurt-2 und eu-madrid-2 (EU Sovereign Cloud), me-dubai-1, me-jeddah-154US-Rechtsträger; EU-Rechtsträger für die beiden Regionen der EU Sovereign CloudUS CLOUD Act und FISA 702; Regionen der EU Sovereign Cloud: US CLOUD Act2026-09-20kuratiert, mittel
awsAmazon Web Services34 (zum Beispiel eu-central-1 Frankfurt, eu-west-1 Irland, eu-north-1 Stockholm)288US-RechtsträgerUS CLOUD Act, FISA 7022026-09-04botocore-Endpunkte, hoch
azureMicrosoft Azure87 (zum Beispiel germanywestcentral, westeurope, francecentral)143US-RechtsträgerUS CLOUD Act, FISA 7022026-09-04Azure-Retail-Prices-API, hoch
gcpGoogle Cloud Platform42 (zum Beispiel europe-west3 Frankfurt, europe-west10 Berlin, europe-west4 Niederlande)110US-RechtsträgerUS CLOUD Act, FISA 7022026-09-04Produktliste des Region-Pickers, mittel

Je Region erfasste Zertifizierungen (Beispiele):

AnbieterRegionZertifizierungen im Katalog
stackiteu01 / eu02BSI_C5, ISO_27001 / ISO_27001
otceu-de, eu-nlBSI_C5, ISO_27001, SOC_2
ocieu-frankfurt-1, eu-frankfurt-2BSI_C5, ISO_27001, SOC_2
aws-esceusc-de-east-1BSI_C5, ISO_27001
awseu-central-1BSI_C5, ISO_27001, SOC_2, PCI_DSS
azuregermanywestcentralBSI_C5, ISO_27001, SOC_2
gcpeurope-west3BSI_C5, ISO_27001, SOC_2, PCI_DSS
delos, azure-localallekeine erfasst

Zertifizierungsnamen werden unabhängig von Groß- und Kleinschreibung und Trennzeichen verglichen, und C5 und BSI_C5 gelten als dasselbe BSI-C5-Testat. Ein Workspace-Katalog, der C5 führt, erfüllt daher ein Rahmenwerk, das BSI_C5 verlangt.

Jeder Diensteintrag enthält Code und Namen, Status, die abstrakten Fähigkeiten, die er abdeckt (zum Beispiel kubernetes, block_storage, ml_inference), die unterstützten Modelle der Schlüsselhoheit (provider-managed, byok, ...) und das Datum der letzten Prüfung.

swao health-check meldet, wie viele Kataloge gefunden wurden und ob jeder aus dem Lieferumfang oder aus Ihrem Workspace stammt.

Bereitschaftsprüfungen für --lzr ​

Der Pass für die Landing-Zone-Bereitschaft (Pass 23, LZR) nutzt einen eigenen Prüfkatalog, controls/landing-zone-checks-catalogue.yaml (Version 2026-04). Er enthält 10 Prüfungen: 5 speziell für das souveräne STACKIT-Profil und 5, die für alle Anbieter gelten. 5 davon sind Blocker, 5 Warnungen, verteilt auf die Kategorien Dienst (4), Netzwerk (2), Kontingent (2), Compliance (1) und Richtlinie (1).

Katalog der Anbieterfähigkeiten ​

controls/cloud-provider-catalogue.yaml (Version 2026-04, zuletzt aktualisiert am 2026-04-28) beschreibt 16 Cloud- und Hosting-Anbieter auf Unternehmensebene (Typ, Zertifizierungsstatus, Abdeckung von Compliance-Regimen, Kostenstufe, Souveränitäts-Score, Herstellerbindung). Er wird vom Synthese-Pass der Anwendungsbewertung für die Landing-Zone-Zuordnung genutzt, nicht von der hier beschriebenen Katalogbewertung. controls/sovereign-service-catalogue.yaml (31 SaaS- und PaaS-Dienste, davon 9 in souveräner EU-Form verfügbar, 17 teilweise und 5 nicht verfügbar) unterstützt die Prüfung der souveränen Verfügbarkeit für die ausgehenden Abhängigkeiten der Anwendung.


Ziele auswählen ​

SWAO ermittelt die Ziele in dieser Reihenfolge; die erste Quelle, die ein Ziel liefert, gilt:

  1. --lz-cat-targets "anbieter:region,anbieter:region"
  2. --lz-provider zusammen mit --lz-region (für die integrierte Bewertung: --lz-cat-provider und --lz-cat-region); eine fehlende Hälfte kommt aus .swao.yml
  3. assessment.landing_zone.targets in der .swao.yml der App (wird von der TUI geschrieben, wenn Sie Ziele bestätigen)
  4. assessment.lz_cat_targets in der .swao.yml der App (veraltete, kommagetrennte Form, wird weiterhin gelesen)
  5. assessment.landing_zone.provider und assessment.landing_zone.region in der .swao.yml der App
  6. dieselben drei Schlüssel in der .swao.yml des Workspace, sodass eine Liste für alle Apps gelten kann

Die Kommandozeile hat immer Vorrang vor der Konfiguration, und die .swao.yml der App hat Vorrang vor der .swao.yml des Workspace. Eine zusätzliche Konfigurationsdatei gibt es nicht.

Die Rahmenwerke werden aus --lz-frameworks, dann assessment.frameworks, dann assessment.regimes_active ermittelt.

yaml
# apps/app-crm-01/.swao.yml
assessment:
  regimes_active: [GDPR, BSI_C5]
  landing_zone:
    targets:
      - stackit:eu01
      - aws-esc:eusc-de-east-1
      - azure:germanywestcentral

Jeder Eintrag hat die Form <anbieter>:<region>. Die Prüfung der .swao.yml weist einen Eintrag ohne Doppelpunkt zurück: [error] .swao.yml validation failed: ... must have the form <provider>:<region>. Das einzelne Paar provider + region bleibt unterstützt; provider allein benennt nur den Anbieter für Pass 23 (LZR).

Geografien ​

Ein Ziel darf statt einer Regions-ID eine Geografie nennen, zum Beispiel azure:Europe. SWAO verwendet ein Geografiemodell für alle Kataloge (mitgeliefert und im Workspace):

GeografieAkzeptierte SchreibweisenLänder der Datenresidenz
germanyGermany, DE, DeutschlandDE
euEU, European Uniondie 27 EU-Mitgliedstaaten sowie EU (EU-weite Residenz)
europeEuropedie Länder von eu sowie IS, LI, NO, CH, GB
north-americaNorth AmericaUS, CA, MX
south-americaSouth America, LATAM, Latin AmericaBR, CL, AR, CO, PE, UY
asia-pacificAsia Pacific, APACAU, NZ, JP, KR, CN, HK, TW, SG, MY, ID, IN, TH, PH, VN
middle-eastMiddle EastAE, BH, IL, QA, SA, KW, OM, JO
africaAfricaZA, EG, KE, NG, MA

Die Regeln sind für jeden Anbieter gleich:

  • Eine Region gehört zu einer Geografie, wenn ihr sovereignty.residency_country (falls dieses fehlt: ihr country) in der Liste oben steht. Regionen mit UNKNOWN als Residenzland und die Betreiberstandort-Regionen von azure-local (OPERATOR_SITE: der Kunde wählt den Standort) gehören zu keiner Geografie.
  • Eine Regions-ID hat immer Vorrang: delos:de ist die Delos-Region de, nicht die Geografie.
  • Standardregion: Unter den Regionen des Anbieters in der Geografie bevorzugt SWAO das Residenzland DE (der deutsche Souveränitätskontext von SWAO), dann die Region mit den meisten Katalogdiensten, dann die kleinste Regions-ID. Mit den mitgelieferten Katalogen wird Europe aufgelöst zu aws:eu-central-1, aws-esc:eusc-de-east-1, aws-iso-e:eu-isoe-west-1, azure:germanywestcentral, gcp:europe-west3, stackit:eu01, delos:de, otc:eu-de und oci:eu-frankfurt-1.
  • Die Auflösung wird als [info] LZ target azure:Europe names a geography; using the default region azure:germanywestcentral ausgegeben und als lz.assessment.target.resolved protokolliert. Der Lauf hält sie in run-status.json fest (resolved_targets), und die Berichte führen sie auf. Setzen Sie die Regions-ID ausdrücklich, wenn Sie selbst wählen wollen.
  • Ein Wert, der weder Regions-ID noch Geografie mit passender Region ist (zum Beispiel azure:Atlantis oder azure-local:Europe), wird mit einem Hinweis auf gültige Regions-IDs übersprungen; siehe Teilläufe.

swao health-check prüft konfigurierte Ziele auf dieselbe Weise: Eine Geografie wird als Info mit der aufgelösten Region gemeldet (target-geography), ein unbekannter Wert als Warnung mit dem Hinweis (target-invalid). Die Katalogregel geography-coverage schlägt fehl, wenn ein Katalog ein Residenzland außerhalb des Modells verwendet.


Schritt für Schritt (CLI) ​

  1. Zuerst die Anwendungsbewertung ausführen, damit die benötigten Dienste bekannt sind:

    bash
    swao assess --app app-crm-01
  2. Ziel-IDs nachschlagen:

    bash
    swao lz catalogue list
    swao lz catalogue show stackit
  3. Katalogbewertung gegen ein oder mehrere Ziele ausführen:

    bash
    # Ein Ziel
    swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \
      --lz-provider stackit --lz-region eu01
    
    # Mehrere Ziele in einem Lauf
    swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \
      --lz-cat-targets "stackit:eu01,otc:eu-de,aws-esc:eusc-de-east-1,azure:germanywestcentral"
    
    # Rahmenwerke für die Souveränitätsprüfung ausdrücklich angeben
    swao assess --type landing-zone-catalog --app app-crm-01 \
      --lz-cat-targets "stackit:eu01,aws:eu-central-1" --lz-frameworks "GDPR,BSI_C5"
  4. Ergebnis als HTML-Bericht publizieren (in allen Lizenzstufen verfügbar):

    bash
    swao publish --app app-crm-01 --lz

Integriert in die Anwendungsbewertung ​

Ergänzen Sie eine normale Bewertung um die Zieloptionen; die Landing-Zone-Bewertung läuft dann am Ende desselben Laufs mit dessen Signalen:

bash
swao assess --app app-crm-01 --lz-cat-provider stackit --lz-cat-region eu01
swao assess --app app-crm-01 --lz-cat-targets "stackit:eu01,aws-esc:eusc-de-east-1"

Die integrierte Bewertung läuft auch automatisch, wenn in .swao.yml Ziele konfiguriert sind (assessment.landing_zone.targets oder provider und region), in der Datei der App oder des Workspace, ermittelt wie unter Ziele auswählen beschrieben.


Schritt für Schritt (TUI) ​

  1. Starten Sie swao, wählen Sie 3 Run Assessment und dann [3] Landing Zone Catalog Assessment.
  2. Wählen Sie die Anwendung.
  3. Wählen Sie den Cloud Service Provider.
  4. Nutzen Sie bei vielen Regionen Filter regions und markieren Sie eine oder mehrere Target Regions.
  5. Bestätigen Sie. SWAO schreibt die gewählten Ziele nach assessment.landing_zone.targets in der .swao.yml der App (der Schlüssel, den die CLI liest) und führt die Bewertung aus; der Abschlussbildschirm zeigt das Urteil je Ziel. Sind bereits Ziele konfiguriert (.swao.yml der App oder des Workspace), sind sie in der Anbieter- und Regionsauswahl vorausgewählt.

Der Bildschirm der Anwendungsbewertung bietet dieselbe Auswahl von Anbieter und Region als optionalen Schritt Target Landing Zone für die integrierte Bewertung.


Was Sie erhalten ​

Ein eigenständiger Lauf legt einen normalen Lauf-Ordner der App an:

apps/<id>/wsp/
+-- latest-landing-zone-catalog.txt         Verweis auf den jüngsten LZ-Lauf
+-- runs/<zeitstempel>/
    +-- passes/lz-fit.yaml                  ein Ziel
    +-- passes/lz-fit-<anbieter>-<region>.yaml          je Ziel (mehrere Ziele)
    +-- lz-catalogue-fit.yaml               Fit-Bericht (ein Ziel)
    +-- lz-catalogue-fit-<anbieter>-<region>.yaml       je Ziel (mehrere Ziele)
    +-- lz-narratives.json                  Zusammenfassung in Klartext je Ziel
    +-- run-manifest.json                   mit Katalogherkunft und SHA-256 je Anbieter
    +-- run-context.yaml
    +-- run-status.json                     started, complete, partial, failed oder aborted

Teilläufe ​

Ein Ziel, das nicht bewertet werden kann (eine unbekannte Region oder eine fehlschlagende Bewertung), hält den Lauf nicht an. SWAO gibt eine [warning] mit bis zu zehn gültigen Regions-IDs aus, protokolliert lz.assessment.provider.error und fährt mit den übrigen Zielen fort. run-status.json im Lauf-Ordner hält das Ergebnis fest:

StatusBedeutung
startedDer Lauf ist aktiv oder endete, ohne abzuschließen (zum Beispiel ein beendeter Prozess)
completeAlle Ziele wurden bewertet
partialMindestens ein Ziel wurde bewertet und mindestens eines übersprungen; failed_targets nennt jedes übersprungene Ziel mit dem Grund
failedAlle Ziele schlugen fehl (Exit-Code 1); weder run-manifest.json noch ein latest-*-Verweis werden geschrieben
abortedDer Lauf wurde unterbrochen (SIGINT oder SIGTERM)

Der LZ-Textbericht (swao report --app <id> --type landing-zone-catalog), die HTML-Publikation und der Engagement Hub zeigen die übersprungenen Ziele eines partial-Laufs mit dem Grund, damit ein Ergebnis nie für einen vollständigen Vergleich gehalten wird.

Urteile je Dienst ​

UrteilBedeutung
SUPPORTEDDie Region bietet die Fähigkeit an (ohne Snapshot zählt die Verfügbarkeit als Treffer)
AVAILABLE_NOT_ENABLEDIn der Region verfügbar, im Snapshot der betriebenen Landing Zone aber nicht aktiviert
MISCONFIGUREDAktiviert, aber der Snapshot zeigt ein Konfigurationsproblem
NOT_AVAILABLE_IN_REGIONIn dieser Region nicht angeboten
VERSION_MISMATCHAngeboten, aber nicht in der benötigten Version
CAPABILITY_MISSINGAngeboten, aber ohne eine benötigte Fähigkeit
SOVEREIGNTY_GAPDie Region erfüllt eine Souveränitätsanforderung der aktiven Rahmenwerke nicht

Jeder nicht unterstützte Eintrag wird zusätzlich zu einem LZ-NN-Signal. Schweregrad: SOVEREIGNTY_GAP kritisch; NOT_AVAILABLE_IN_REGION und MISCONFIGURED hoch; AVAILABLE_NOT_ENABLED mittel.

Gesamturteil je Ziel ​

GesamturteilWann
SOVEREIGNTY_BLOCKED FAILJede Souveränitätsverletzung. blocker_category gibt an, ob sie strukturell ist (Rechtsraum, Exposition), eine Zertifizierungslücke oder gemischt
BLOCKED FAILEin benötigter Dienst fehlt oder ist nur in falscher Version beziehungsweise ohne benötigte Fähigkeit verfügbar
READY_WITH_CHANGES PARTIALAlles ist verfügbar, aber Dienste müssen in der betriebenen Landing Zone aktiviert oder korrigiert werden
NEEDS_VERIFICATION PARTIALWäre READY, aber es wurden keine benötigten Dienste gefunden oder eine Basiskategorie (Compute, Netzwerk, Schlüsselverwaltung, Speicher) wurde nicht abgedeckt; oder es fehlen nur Dienste, deren Bedarf allein durch Dokumentation belegt ist (geringe Konfidenz) und vor einer Einstufung als Blocker bestätigt werden muss
READY PASSAlle benötigten Dienste werden unterstützt, und alle Souveränitätsprüfungen sind bestanden

Ist in einem Lauf mit mehreren Zielen mindestens ein Ziel READY, nennt der Behebungshinweis jedes souveränitätsblockierten Ziels dieses als souveräne Alternative.


Landing-Zone-Bereitschaft aus Terraform (--lzr) ​

--lzr <landingZoneId> ist eine andere Prüfung. Statt eines Anbieterkatalogs liest sie die Terraform-State- oder -Plan-Dateien einer bestehenden Landing Zone aus apps/<id>/wsp/inputs/terraform/ und wertet den Prüfkatalog dagegen aus. Das Ergebnis landet in passes/23-lzr.yaml mit dem Gesamturteil ready oder blocked und fließt in die 7R-Anpassung des Synthese-Passes ein.

bash
swao assess --app app-crm-01 --lzr lz-prod
swao assess --app app-crm-01 --lzr lz-prod --lzr-fail-on-blocked   # Exit-Code 4 bei Blockade

Mit --portfolio --lzr <id> (Enterprise) führt SWAO die Bereitschaftsprüfung für jede Anwendung im Workspace aus und schreibt wsp/runs/<zeitstempel>/lzr-summary.json auf Workspace-Ebene. Im Portfoliomodus wird im Ordner wsp/inputs/terraform/ jeder App in dieser Rangfolge nach lz-meshstack-snapshot.json, lz-aws-snapshot.json, lz-azure-snapshot.json oder Terraform-Dateien gesucht; so kann auch ein Export der meshStack-Plattform als Eingabe dienen.


Kataloge anpassen und erweitern ​

Die mitgelieferten Kataloge sind Momentaufnahmen. Sie können sie aktualisieren, in den Workspace kopieren und bearbeiten oder einen Katalog für eine private Cloud anlegen:

bash
# Aus den öffentlichen Quellen der Anbieter aktualisieren (ab Consultant; ohne Zugangsdaten)
swao lz catalogue update --provider all          # aws, aws-esc, aws-iso-e, stackit, gcp, azure

# Mitgelieferten Katalog zur Bearbeitung in den Workspace kopieren
swao lz catalogue copy stackit
# -> wsp/inputs/catalogs/lz-catalogues/stackit/index.json

# Leeren Katalog für eine private oder regionale Cloud anlegen
swao lz catalogue new meine-private-cloud

# Herkunft jedes Katalogs anzeigen (Workspace oder Lieferumfang)
swao lz catalogue list --origin
swao lz catalogue show stackit                   # gibt "origin workspace: <datei>" oder "origin bundled: <datei>" aus

swao lz catalogue copy <anbieter> und swao lz catalogue new <anbieter> legen beide im Workspace die Datei wsp/inputs/catalogs/lz-catalogues/<anbieter>/index.json an. Sobald diese Datei vorhanden ist, verwendet die Katalogbewertung (eigenständig und integriert) sie für diesen Anbieter anstelle des mitgelieferten Katalogs; alle anderen Anbieter nutzen weiterhin den mitgelieferten Katalog. Welcher Katalog verwendet wurde, hält das Lauf-Manifest fest. Ist eine Workspace-Kopie kein gültiges JSON oder verletzt sie das Katalogschema, bricht die Bewertung mit einer Fehlermeldung ab, statt auf den mitgelieferten Katalog auszuweichen. Ein mit new angelegter Katalog enthält nur eine Platzhalterregion (example-region) ohne Dienste und ohne Souveränitätsmerkmale; ergänzen Sie daher echte Regionen, bevor Sie ihn als Ziel verwenden.

Die Katalogdateien und die Vorlage _lz-catalogue-template.json sind im öffentlichen Repository veröffentlicht; dort können Sie sie kopieren: github.com/Accenture/SWAO/tree/main/lz-catalogues. Die Community-Rahmenwerke, die die Souveränitätsprüfung steuern, finden Sie unter github.com/Accenture/SWAO/tree/main/packages/@swao/community-frameworks/frameworks.

Den vollständigen Ablauf (Regionen ergänzen, Fakten korrigieren, Einträge für private Clouds anlegen) beschreibt das Runbook Landing-Zone-Kataloge anpassen.


Grenzen ​

  • Katalogfakten sind Momentaufnahmen. Prüfen Sie Katalogstand und confidence-Wert und aktualisieren Sie die Kataloge vor einem Projekt. delos ist mit niedrigem Vertrauen gekennzeichnet.
  • Ohne Snapshot der betriebenen Landing Zone zeigt die Bewertung die Verfügbarkeit, nicht die tatsächliche Bereitstellung. Snapshot-Leser gibt es nur für aws, aws-esc und azure.
  • Zertifizierungen werden über den Namen abgeglichen (abgesehen von Groß- und Kleinschreibung, Trennzeichen und der Gleichsetzung von C5 und BSI_C5). Eine Zertifizierung, die ein Workspace-Katalog unter einem anderen Namen führt, wird nicht erkannt. Prüfen Sie einen reinen Zertifizierungsblocker daher am Katalogeintrag, bevor Sie ihn berichten.
  • --lzr wertet die Prüfungen derzeit nur für das souveräne STACKIT-Profil aus.
  • Die Bewertung ist nur so vollständig wie die von der Anwendungsbewertung erkannten Dienste. Achten Sie auf NEEDS_VERIFICATION und Abdeckungswarnungen.
  • Souveränitätsfakten sind keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die Verträge und Auftragsverarbeitungsbedingungen des Anbieters.

Live-Beispielbericht ​

Eine Publikation der Landing-Zone-Katalogbewertung für den Demo-Workspace Sovereign Health:

Live-Bericht öffnen

Er zeigt die Fit/Gap-Analyse über europäische souveräne Anbieter und Hyperscaler hinweg, mit einem Urteil je Anbieter.


Weiterführende Seiten ​